„Adieu Meinungsfreiheit? Die Rückkehr des Zensors – ein verzweifelter Aufruf von Udo Ulfkotte
Das, was ich nachfolgend nach bestem Wissen und Gewissen beschreibe, betrifft ganz sicher nicht nur mich. Viele andere Betroffene schweigen, sei es aus Scham, aus Verzweiflung oder aus Angst vor der drohenden finanziellen Not. Ich schicke voraus: Ich schreibe seit vielen Jahren in meiner Freizeit Sachbücher, ebenso die anderen Betroffenen (die hier nicht namentlich genannt werden wollen). Wir möchten als Autoren, dass einige Fakten in der Öffentlichkeit bekannt werden, welche da draußen wahrscheinlich kaum einer ahnt.
Klar ist: Bestimmte Sachbücher sind aufgrund des Inhaltes in der Bevölkerung extrem umstritten. Mehr noch: Politik und Medien hassen sie. Das ist die öffentlich nachvollziehbare Seite. Aber was passiert mit solchen Autoren/Verlagen/Sachbüchern im Hintergrund…
Die unbekannte Seite: Wir „unbequemen“ Autoren fühlen uns zunehmend wie in einer Diktatur. Wir erleben es jeden Tag, dass die Presse- und Meinungsfreiheit nur noch auf dem Papier steht und vom vorgegebenen Konsens und der Politischen Korrektheit abweichende Meinungen nicht mehr toleriert, ja brutal bekämpft werden.
Nachfolgend einige Beispiele für das, was die Leser des Gelben Forums und auch andere da draußen garantiert nicht mitbekommen. Wie gesagt, ich bin der Einzige, der das offen ausspricht. Und bitte behalten Sie im Hinterkopf: Nicht einer von uns Autoren wird vom Verfassungsschutz beobachtet, nicht einer stand jemals wegen „Volksverhetzung“ vor Gericht oder hat goldene Löffel gestohlen:
– 99 Prozent der Medien, die ja entweder in Händen der SPD oder von Bertelsmann, Gruner + Jahr und einigen wenigen anderen Medienkonzernen sind, lehnen bezahlte Werbeanzeigen für unsere Sachbücher mit Hinweis auf den inzwischen politisch nicht mehr korrekten Inhalt ab. Für meine Sachbücher (und auch die meiner Kollegen) darf auch in so bekannten Magazinen wie ADAC Motorwelt oder der kostenlosen Fernsehzeitschrift rtv grundsätzlich nicht mehr geworben werden. Es ist natürlich das gute Recht von Verlagen, bezahlte Anzeigen abzulehnen. Aber das ist erst der harmlose Anfang. 
– Es gibt viele Aufrufe und Kampagnen, unsere Sachbücher aus dem Handel zu nehmen. Jenen Buchhandlungen, welche abweichende Meinungen in Buchform anbieten, wird häufig mit Randale und Protestmärschen gedroht.
– Unsere Verlage haben zwischenzeitlich mitunter Polizeischutz, weil die Antifa dazu aufruft, uns anzugreifen.
– Es gibt auch öffentliche Aufrufe von Parteien (unlängst etwa von der SPD) an unsere Verleger, sich von jenen Sachbuchautoren öffentlich zu distanzieren, welche es wagen, von der Politischen Korrektheit abweichende Meinungen zu äußern. Dabei wird ganz offen gesagt, dass die Meinungsfreiheit nur noch auf dem Papier besteht. Und Medien nutzen das als willkommene Steilvorlage für Hetze gegen uns.
– Einem der wohl bekanntesten deutschsprachigen Autoren, dessen Bücher Millionenauflage erreichen (kein Autor des Kopp-Verlages), wurde unlängst mit der Kündigung aller Verträge gekündigt, falls er sich weiterhin öffentlich – etwa in Fernsehsendern – politisch nicht korrekt und abfällig über Politiker und Medien äußert. Jeder von uns kennt diesen Autor, er überlegt derzeit (wie viele von uns) Deutschland zu verlassen und hier keine Steuern mehr zu bezahlen. 
– Vielen Autoren werden gerade von den Banken unter Hinweis auf die Politische Korrektheit ganz diskret die Konten gekündigt. Die Banken begründen es damit, dass ihnen mit einem „Shitstorm“ gedroht wird, wenn sie weiterhin Konten für Autoren führen, welche politisch nicht korrekt sind. Natürlich haben Banken das Recht, sich ihre Kunden selbst auszusuchen.
– Manchen Verlagen, die Bücher von politisch nicht korrekten Autoren verlegen, haben Speditionen und Postversender die Großkundenverträge gekündigt.
– Viele von uns, Autoren und Verleger, werden bedroht.
– Fast keiner von uns Autoren kann mehr öffentliche Vorträge halten oder an Diskussionsrunden teilnehmen, ohne dass es Aufmärsche von „Aktivisten“ gibt, welche mit Trillerpfeifen oder auch Gewalt solche Veranstaltungen zu unkalkulierbaren Risiken machen.
– Fast jeder von uns wird in den Medien mit einer Fülle von unwahren Tatsachenbehauptungen bombardiert, gegen die man entweder vorgehen muss ( so mache ich das – und zwar mit enormem finanziellem Aufwand) oder die man hinnimmt, dann darf sie allerdings jeder nach einigen Wochen zitieren und wie eine Tatsache darstellen.
Das alles betrifft eben nicht nur mich persönlich, sondern etwa ein Dutzend mehr oder weniger bekannte Sachbuchautoren. Ich verbinde mit diesem Posting/Aufruf keine Erwartung. Ich möchte nur, dass bei all den Diskussionen um Griechenland-Rettung, Flüchtlingsströme und andere Themen für die Nachwelt festgehalten wird, was da derzeit in Deutschland abseits der medialen Aufmerksamkeit passiert.
Wir Autoren vertreten unterschiedliche Auffassungen (auch politisch), aber wir sehen, dass Meinungs- und Pressefreiheit in Deutschland nur noch simuliert werden. Wenn die Entwicklung so weitergeht (und es spricht alles dafür), dann werden wir unbequemen Sachbuchautoren entweder demnächst nur noch wie die Zeugen Jehovas mit dem Wachturm irgendwo an der Ecke stehen und auf unsere Sachbücher aufmerksam machen dürfen, oder wir werden gleich in Lager gebracht – auch das fordern ja immer mehr Politiker und Medien inzwischen durch die Zeilen. 
Jeder von uns Autoren hat derzeit neue Sachbücher, die nirgendwo mehr gelistet werden. Sie können diese als Leser jetzt nicht mehr bei Amazon oder im Buchhandel kaufen – es gibt sie dort schlicht nicht mehr. Unsere neuen Sachbücher werden jetzt einfach nicht mehr gelistet. Versuchen Sie einmal, im Buchhandel mein neues Buch „Asylindustrie“ zu bestellen oder zu finden. Ich erwähne das hier nur, damit Sie sich selbst ein Bild davon machen können. Aber es geht hier nicht um mich. Sie bekommen als Leser jetzt nur noch Einheitskost.
Es geht mir hier übrigens nicht um finanzielle Dinge – dann müsste ich Romane schreiben. Denn die machen keinen Ärger und bringen Geld. Es geht mir und einigen anderen Autoren wirklich nur darum, aufzuzeigen, wie wir uns zur DDR 2.o entwickeln – oder schon entwickelt haben. Wir politisch nicht korrekten Autoren müssen jetzt jederzeit damit rechnen, dass wir in der Öffentlichkeit bespuckt oder gar zusammengeschlagen werden. Geächtet werden wir ja ohnehin schon, weil wir eine andere Meinung haben.
Vielleicht kann mir bitte mal einer den Unterschied zur DDR erklären, ich war damals nur als Besucher kurzzeitig dort. Aber ich habe dort keinen getroffen, der Angst davor hatte, seine Meinung zu sagen…
Vielleicht hat der ein oder andere ja eine Idee, wie man diese Gesamtentwicklung aufhalten kann. Ich bin da allerdings nicht sonderlich optimistisch.“

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